Wetzlar zeichnet Wieland Freund mit Phantastikpreis aus
Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) überreichte den mit 4.000 Euro dotierten Preis bei einer Feierstunde am Freitag, 11. September, in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar. Das preisgekrönte Buch sei aus 171 eingesandten Werken ausgewählt worden, erläuterte Wagner. Wielands Werk habe die zwölfköpfige Jury aus Buchhandel, Journalismus, Verlagswesen und Wissenschaft durch „seine leisen Töne, in denen eine ungewöhnliche Geschichte voller Mythen und Symbole erzählt wird“ überzeugt. Der Autor habe ein „poetisches Märchen“ für junge und erwachsene Leser verfasst, das einfühlsam die enge Beziehung zwischen Mensch und Natur und die Sehnsucht des Menschen, naturgegebene Grenzen zu überschreiten, beschreibe. Freund habe mit einer Vogelmetaphorik, die das Buch durchziehe und mühelos von präziser Naturbeschreibung in phantastische Elemente übergehe, eine Art „Natur Writing Fantasy“ erschaffen, die ihresgleichen suche.
Die Laudatio auf das Werk hielt der Wetzlarer Landtagsabgeordnete Frank Steinraths (CDU). Er charakterisierte den Roman als ein Werk, „das leise erzählt und große Fragen stellt“. Der Autor habe eindrucksvolle Charaktere rund um die Grenze zwischen Mensch und Natur geschaffen.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der 42. Tage der Phantastik statt und wurde musikalisch von Julia Leukert-Stöhr (Blockflöte) und Christian Stöhr (Gitarre) begleitet.


