Das Liebesbriefarchiv zu Gast in Wetzlar
Im Mittelpunkt stehen historische, romantische und manchmal auch kitschige Liebesbriefe – und damit persönliche Zeugnisse, die viel über Gefühle, Sprache und Alltagskultur vergangener Zeiten erzählen. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team des Liebesbriefarchivs wird die Kulturgeschichte des analogen und digitalen Liebesbriefs beleuchtet. Zudem sollen Liebeszeugnisse aus dem Historischen Archiv Wetzlar vorgestellt und die erfolgreiche Arbeit der sogenannten Bürgerwissenschaft (eng. Citizen Science) nähergebracht werden.
Die Veranstaltung ist Teil einer gemeinsamen Initiative des Kulturamts, des Historischen Archivs sowie der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Digitale Perspektive Wetzlar. Ziel ist es, das städtische Archiv und dessen öffentliche Nutzung stärker sichtbar zu machen.
Zugleich soll ein Netzwerk historisch interessierter Bürger entstehen, die sich ehrenamtlich in die Archivarbeit einbringen möchten – etwa beim Transkribieren alter Briefe und Dokumente in Kurrent- oder Sütterlinschrift, beim Scannen von Archivalien oder beim Erforschen bereits bearbeiteter Unterlagen. Der Besuch des Liebesbriefarchivs bildet den Auftakt für einen Erfahrungsaustausch mit „Bürgerwissenschaftlern“ aus Koblenz und Darmstadt. Darauf aufbauend sind künftig regelmäßige Archivstammtische geplant, die sich unter Koordination des Historischen Archivs und der Stabsstelle Bürgerbeteiligung mit Themen der Wetzlarer Stadtgeschichte und den Beständen des Historischen Archivs beschäftigen.
Alle an Liebesbriefen, Stadtgeschichte und Archivarbeit Interessierte sind eingeladen. Auch eigene Liebesbriefe können mitgebracht und besprochen werden.
Um Anmeldung wird gebeten online unter meike.ruehlwetzlarde oder Tel. 06441 – 99 4107.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit der Ernst Leitz Stiftung.


