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03.05.2022 - Seit 2015 treten Kommunalpolitiker und Bürger in Wetzlar bei der Aktion „Stadtradeln“ für das Fahrrad als Verkehrsmittel in die Pedale.
Stadtradeln
v.l. Klimamanager Bernhard Hornung, Umweltdezernent Norbert Kortlüke und Oberbürgermeister Manfred Wagner werben für die Teilnahme am "Stadtradeln" (Foto: Stadt Wetzlar)

Wetzlar ist vom 6.  bis 26. Juni wieder mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle, die in Wetzlar leben, arbeiten, einem Verein angehören oder zur Schule gehen, beim „Stadtradeln“ mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte unter www.stadtradeln.de/wetzlar/

Auch Oberbürgermeister Manfred Wagner wird wieder auf dem Fahrradsattel sitzen und das Team der Stadtverwaltung Wetzlar als Kapitän anführen. Er freut sich bereits auf die drei Wochen: „Beim Stadtradeln geht es um nachhaltige Mobilität, Teamgeist, Bewegung und Klimaschutz“. Unter dem Motto: „Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte“, sind wieder alle Wetzlarer dazu eingeladen, sich beim Kilometersammeln zu beteiligen „und hoffentlich unseren letztjährigen Rekord von unglaublichen 221.000 Kilometern zu knacken“, wie Wagner hoffnungsvoll hinzufügt. „Wetzlar nimmt seit Jahren an der Aktion teil, um auf die vielen Vorteile des Fahrradfahrens aufmerksam zu machen. Ich freue mich über alle, die ihr Auto stehen lassen, sich aufs Rad schwingen und Kilometer für unsere Stadt sammeln.“

Dabei kann jeder und jede ein Team (sogar mit Unterteams) gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb mitzuradeln. Voraussetzung ist, dass die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen und die gefahrenen Kilometer dokumentieren. Dazu stellen die Organisatoren vom Klima-Bündnis die Stadtradeln-App kostenfrei zur Verfügung. Damit können Teilnehmer die geradelten Strecken via GPS verfolgen und direkt ihrem Team und ihrer Kommune gutschreiben. In der Ergebnisübersicht ist auf einen Blick erkenntlich, wo das Team und die Kommune im Vergleich zu anderen stehen. Im Team-Chat können sich die Mitglieder zu gemeinsamen Touren verabreden oder sich gegenseitig anfeuern. 

Während des Kampagnenzeitraums und darüber hinaus bietet Wetzlar erneut allen Bürgern die Meldeplattform RADar! an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die App die Kommunalverwaltung auf störende oder gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Neben dem städtischen Wettbewerb sucht das Land Hessen mit dem Wettbewerb „Schulradeln“ beim Stadtradeln wieder die fahrradaktivste Schule in Hessen und gleichzeitig die spannendste Aktion rund um das Thema Fahrradfahren.

Am Schulradeln können alle weiterführenden Schulen in Hessen teilnehmen, die dann gegeneinander antreten. Interessierte Wetzlarer Schulen sollen innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraumes auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit möglichst viele Fahrradkilometer zurückzulegen.

Wie Oberbürgermeister Wagner hofft auch Umweltdezernent Norbert Kortlüke auf eine rege Teilnahme von Interessierten beim Stadtradeln, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen. „Für den Klimaschutz ist insbesondere bei kurzen Strecken der Umstieg vom Auto aufs Rad von großer Bedeutung. Im Alltag wird das Verkehrsmittel oft vergessen, dabei ist es praktisch für die meisten Erledigungen hervorragend zu gebrauchen – ob zum Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit oder zum Besuch bei Freunden – vieles kann auf zwei Rädern erledigt werden. Das zeigen auch die wachsenden Teilnehmerzahlen bei der Stadtradeln-Aktion.“ 

Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht das Wetzlarer Klimaschutzmanagement noch Stadtradel-Stars, die im Aktionszeitraum kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in einem Blog.

Auskunft zum Stadtradeln erteilt: Wetzlarer Klimaschutzmanagement (Bernhard Hornung; 06441-99 3909; bernhard.hornungwetzlarde) oder im Sportamt der Stadt Wetzlar (Wendelin Müller; 06441-99 5200; wendelin.muellerwetzarde)
Wer bereits jetzt Lust hat in die Pedale zu treten, meldet sich an unter www.stadtradeln.de/wetzlar/

Hintergrund zur Aktion:

„Stadtradeln“ ist eine internationale Kampagne von Klima-Bündnis e.V. und wird von den Partnern Ortlieb, ABUS, Busch + Müller, Stevens Bikes, MYBIKE, Paul Lange & Co., WSM und Schwalbe unterstützt. Mehr Informationen unter stadtradeln.de oder umweltbundesamt.de

Zahlen des Umweltbundesamt (UBA) belegen, dass das erhöhte Verkehrsaufkommen die technischen Verbesserungen im motorisierten Verkehr aufheben. Die Umwelt- und Klimaentlastung im Personen- und Güterverkehr kann letztlich nicht allein durch technische Verbesserungen am Fahrzeug erreicht werden. Diese Herausforderung kann nur in Kombination mit Maßnahmen wie einer Erhöhung der Verkehrseffizienz, einer sinkenden Verkehrsnachfrage oder einer veränderten Verkehrsmittelwahl gelöst werden.

Denn etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs wird Innerorts bzw. auf Kurzstrecken verursacht. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden.